WOLFGANGS
GESCHICHTE

Sepsis ist ein akuter Notfall. 

Sepsis ist ein akuter Notfall. 

Dir oder einer betroffenen Person geht es immer schlechter? Dann handle schnell.

Verdacht auf eine Sepsis? – Das musst du tun!

Wenn eine Infektion vorliegt und mindestens ein Sepsis-Warnzeichen auftritt, zögere nicht und rufe sofort den Notruf 112! Der kassenärztliche Bereitschaftsdienst 116 117 hilft dir bei Unsicherheiten.

Die wichtigsten Warnzeichen sind:

  • starke Schmerzen, ein nie gekanntes Krankheitsgefühl
  • Verwirrtheit, Wesensveränderung, Apathie
  • Atemnot, Kurzatmigkeit
  • Herzrasen

Diese Warnzeichen können auf Organversagen hindeuten, es handelt sich um einen Notfall. Handle beim Verdacht auf eine Sepsis schnell, denn unbehandelt ist sie tödlich.

Mach jetzt den Sepsis Check:

Bei einem Sepsis-Verdacht zählt jede Minute,

rufe den Notruf 112 und sage deutlich:

  • Die betroffene Person hat eine Infektion.
  • Beschreibe die Symptome.
  • Wenn zutreffend: Informiere über ein geschwächtes Immunsystem der Person (z. B. Alter, chronische Erkrankung, Medikamente, Schwangerschaft).
  • Frage nach: Könnte es Sepsis sein?

Bleibe ruhig, informiere die Leitstelle über deinen Standort sowie deinen Namen und warte auf Rückfragen.

Mach den Sepsis Check!

Du denkst, es könnte Sepsis sein, hast verschiedene Symptome erkannt und möchtest dich absichern? Dann mach den Sepsis-Check!

Copyright © Sepsis-Stiftung

 / Bild

Im Rahmen des Projekts SepWiss ist die Sepsis-Checkliste der Sepsis-Stiftung entstanden. Die Checkliste richtet sich in erster Linie an die allgemeine Bevölkerung und an das pflegerische Personal und wird immer auf dem neusten wissenschaftlichen Stand gehalten. Eine Sepsis sowie akute Erkrankungen sollen mit der Checkliste besser einzuordnen sein und im Notfall auch dem ärztlichen Personal helfen.

Wie wird eine Sepsis behandelt?

Je früher eine Sepsis erkannt wird, desto besser ist sie behandelbar.

Eine Sepsis entsteht, wenn das Immunsystem auf eine Infektion und ihre Erreger zu stark reagiert. Die Immunantwort gerät außer Kontrolle und schädigt auch die eigenen Organe. Es ist daher wichtig, so schnell wie möglich mit der Therapie zu beginnen:

Vor der Behandlung sollten zur Diagnose Blutkulturen und Proben vom Infektionsherd genommen werden – also dort, wo die Entzündung nachgewiesen oder vermutet wird. Wenn die genaue Ursache, also der Sepsisherd, bekannt ist, kann gezielter behandelt werden.

Behandlungssäule 1: Im Mittelpunkt der sofortigen Behandlung steht die Bekämpfung der Infektion. Daher sollte innerhalb einer Stunde nach Diagnose mit einer Antibiotikatherapie begonnen werden. Die Antibiotika sollten so „breit“ sein, also für mehrere Erreger passend, dass sie alle vermuteten Sepsiserreger abtöten. Es kann zudem nötig sein, durch eine OP den Sepsisherd zu entfernen.

Behandlungssäule 2: Gleichzeitig wird Flüssigkeit über eine Infusion gegeben, um den Kreislauf zu stabilisieren. Bei Bedarf kommen Medikamente hinzu.

Ziel einer schnellen Behandlung ist es, die Sepsis so früh wie möglich zu stoppen. Denn schreitet die Sepsis weiter voran, kann es zu Multiorganversagen kommen. Dann kann eine intensivmedizinische Behandlung mit künstlichem Koma notwendig werden: Dabei werden lebenswichtige Körperfunktionen wie Atmung, Kreislauf und Stoffwechsel stabilisiert und unterstützt.

Schütze deine Liebsten. Du kennst die betroffene Person am Besten!

Du machst dir Sorgen um deine:n Partner:in, dein Baby, dein Kind, deine Eltern oder eine wichtige Person in deinem engeren Umfeld? Wenn sich diese Person so krank fühlt wie noch nie, dann handle schnell! Du kannst die Person unterstützen, indem du dich vorab über Sepsis informierst, die Symptome kennst und bei Verdacht den Notruf 112 alarmierst.

Verantwortlich

Eine Kampagne des Aktionsbündnisses
Patientensicherheit und seiner Partner.

Logo Bundesministerium für Gesundheit

 

in Kooperation mit
Logo Aktionsbündnis Patientensicherheit e. V.
Logo SepsisDialog
Logo Deutsche Sepsis-Hilfe e.V.
Logo Deutsches Qualitätsbündnis Sepsis
Mit Unterstützung von
Logo Verband der Ersatzkassen (vdek) e. V.
Logo Becton Dickinson
Logo bioMérieux Deutschland GmbH
Logo Pfizer
Logo Shionogi